Vom Schlepplift zur Skischaukel

Als Seilbahn-Pionier Benedikt Scheffer mit den Grundbesitzern der Zauchensee-Alpe und zwei weiteren Mitgesellschaftern die Liftgesellschaft Zauchensee gründete, schrieb man das Jahr 1964. Ein erster Schlepplift auf die Unterbergalm wurde gebaut – und wo ein Lift ist, darf auch ein Gasthaus nicht fehlen. Damals befand sich der Skitourismus noch in den Kinderschuhen und niemand konnte ahnen, dass der erste Lift ein Startschuss zu einer der größten Skischaukeln im Alpenraum wurde. 1988 gehörten die Zauchenseer zu den Gründern der Sportwelt Amadé. Gemeinsam mit den Skigebieten Radstadt-Altenmarkt und Flachau-Wagrain-St.Johann/Alpendorf sowie Filzmoos und Eben schrieben sie Skigeschichte. Seit dem Winter 2001/02 ist die Salzburger Sportwelt Teil eines neuen Skiverbundes Amadé, der insgesamt 25 renommierte Skigebiete in Salzburg und der Steiermark vereint. Heute ist das Skigebiet eine internationale Größe – nicht umsonst werden hier regelmäßig die wichtigsten Ski-Weltcup-Bewerbe abgehalten.


Die Meilensteine unserer Liftgesellschaft im Telegrammstil

 1964:  Schlepplift Unterbergalm und Liftgasthof / Neu- und Austrassierung der Zauchenseestraße / Stromversorgung mit Diesel
 1967:  Schlepplift Rosskopf
 1968:  Hochspannungsleitung der Gnadenalm nach Zauchensee von der SAFE
 1971:  Doppelsesselbahn Gamskogel I
 1972:  Doppelsesselbahn Gamskogel II und Gamskogelhütte
 1973:  Seekarlift, umfangreiche Lawinenverbauten
 1975:  Tauernkarbahn und Tauernkar-Schlepplift
 1978:  Gindelplattenlift in Flachauwinkl
 1979:  Abfahrt der Tauernautobahn Flachauwinkl aus     Richtung Norden zusammen mit den Kleinarler Bergbahnen
 1980:  Kabinenbahn Flachauwinkl, 3er Sessellift Rosskopf, Restaurant Bodenalm. Somit Erschliessung der Achse Schischaukel Zauchensee-Flachauwinkl
 1981:  Doppelsesselbahn Zauchensee und Kogelalmlift
 1983:  Erste Beschneiungsanlage! Ankauf des Sporthotels in Flachauwinkl
 1984:  Umfangreiche Lawinenverbauung / Beschneiungsstrang Flachauwinkl in Flachauwinkl
 1987:  Kabinenbahn Schwarzwandbahn / Lawinenschutz am Gamskogel / Kauf des Knollergutes in Flachauwinkl
 1988:  Übungslifte / Umbau des Liftgasthofs / Freestyle-Schanzenanlage
 1990:  Ausbau der Weltcupstrecke Kälberloch / Beschneiungsanlage
 1992:  Fusionierung mit Schischaukel Radstadt/Altenmarkt / 4er-Sesselbahn Kemahdhöhe in Radstadt
1990-1993:  Lawinendämme zur Sicherung der Weltcupstrecke
 1993: Umfangreiche Pistensanierungen Schischaukel Radstadt/Altenmarkt / Schneeanlage / 4er-Sessellift Unterbergriedl I / Vollanschluss an die Tauernautobahn aus Richtung Süden
1994-1995:  Lawinen-Sprengbahnen (Hirschkopf und Arche)
 1996:  Kabinenbahn Zauchenseebahn (Austausch des Doppelsesselliftes)
 1997:  Neuerlicher Um- und Ausbau der Weltcupstrecke Kälberloch, Bau der 4er Sesselbahn Hochbifang in Altenmarkt
 1998:  Doppelsessellift Unterbergriedl II (Ersatz von Schlepplift Rosskopf) / Umbau Gamskogelhütte
 1999:  Umfangreiche Pistensanierung in Flachauwinkl / Neubau der Piste des Zielhanges in Zauchensee / Fixverkabelung der gesamten Weltcupstrecke für Zeitnehmung und ORF
 2000:  6er-Sesselbahn Tauernkar (Ersatz des Doppelsesselliftes) / Schrägaufzug auf den Gamskogel für das Weltcupfinale / Verlängerung der Weltcupstrecke im oberen Teil / Rohbau des Veranstaltungszentrums / Umbau des Bahnhofes der Schwarzwandbahn
 2001:  6er Sesselbahn Gamskogel I (Ersatz des Doppelsesselliftes) / Ausbau des Veranstaltungszentrums /Bau des Skistadions / Errichtung Tiefgarage (für ca. 40 Busse und ca. 300 PKW)
 2002:  Pistenumbau und Verbreiterung Ostabfahrt Gamskogel (oberer Teil)
 2003:  Pistenumbau und Verbreiterung Ostabfahrt Gamskogel (unterer Teil) / Abriss der Doppelsesselbahn Königslehen in Radstadt / Bau der 1. Sektion der 8 EUB Königslehen
 2004:  2. Sektion der 8er EUB Königslehenbahn in Radstadt / Ausbau der Schneeanlage in Zauchensee


 

 

 

Pisten-Tipp:
Achtet auf Blau, Rot, Schwarz!


Auf der Piste ist es ähnlich wie im Straßenverkehr. Es gelten Vorrang-Regeln. Es gibt unausgesprochene Halteverbote. Und Farben markieren die Art der Strecke: Merke Blau für breite, flache Autobahnen. Rot steht im übertragenen Sinn für kurvige Bundesstraßen. Eine schwarze Piste vergleichen Sie am besten mit einer steilen Offroad-Strecke. Nur eines gibt’s (noch) nicht: Tempo-Limits und Überholverbote.

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